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SEG-Einsatz "Hochwassergebiet Südbayern"

Am frühen Morgen des 03.06.2013 wurde die „SEG Betreuung“ der Bereitschaften Hersbruck und Altdorf zum Einsatz in das Hochwassergebiet im Landkreis Rosenheim alarmiert. Am Sammelpunkt des K-Schutz Zentrums in Fürth wurden weitere Kräfte der ARGE Nordbayern zusammen-geführt und rückten dann Richtung Markt Neubeuern ab um zunächst dort die Unterkunft und Verpflegung anderer Helfer sicher zu stellen. Bereits am Folgetag um 20.00 Uhr wurden Teile der Einsatzeinheit in das 230 km entfernte Kirchroth bei Regensburg verlegt. Die Hilfskräfte aus Hersbruck wurden komplett zurückgeführt. 

 

Am Donnerstag, 06.06.13 wurde die SEG zum zweiten mal zum Einsatz ins Katastrophengebiet, diesmal bei Deggendorf alarmiert. Um 13:00 Uhr rückte die SEG mit 4 Mann Besatzung Richtung Altdorf ab. Dort wurden wir durch einen weiteren LKW verstärkt, am nahen Autobahnparkplatz stießen weitere Kräfte des BRK Fürth, Weissenburg- Gunzenhausen und Bamberg dazu. Anschließend fuhren wir im Verband zur Autobahnmeisterei nach Kirchroth um dort unseren Einsatzbefehl zu erhalten. Unser Kontingent wurde geschlossen zur Hauptschule Plattling beordert, um BRK Helfer aus Landsberg abzulösen, welche seit Montag im Einsatz waren. Aufgabe war es, ca. 200 Soldaten der Bundeswehr und etwa 100 andere Hilfskräfte, meist von der Wasserwacht, zu versorgen. Außerdem wurden an- und abrückende Einsatzfahrzeuge koordiniert und Sachspenden aus der Bevölkerung entgegengenommen. Am Freitag wurden wir dann noch von fünf weiteren Kräften aus Altdorf und Hersbruck unterstützt.

 

Am Samstag Vormittag wurden dann die Kräfte aus Hersbruck und Altdorf dringend nach Deggendorf abberufen um einen Auffangstützpunkt von besonders betroffenen Flutopfern zu übernehmen. Die persönliche Kontakte zu einem Hotel in Bodenmais ermöglichten dort die kostenfreie Unterbringung von sechs besonders betroffenen Bürgern, die umgehend und dorthin verlegt werden konnten. Am Rückweg musste die Fahrzeugbesatzung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes als erstes Fahrzeug bei einem schweren Verkehrsunfall sofortige Rettungsmaßnahmen ergreifen. Zeitgleich wurde das Auffanglager durch die restlichen Kräfte aufgelöst, einige Bürger konnten in ihre Häuser zurück, andere fanden anderswo eine vorübergehende Bleibe. So ging eine arbeitsreiche zweite Wochenhälfte zu Ende und wir wurden müde, aber mit einem guten Gefühl nach Hause entlassen. Bemerkenswert gut war die Zusammenarbeit aller Helfer, auch wenn man sich vorher nicht kannte. Auch die Bundeswehr hat uns sofort unterstützt, wenn es nötig war. Vor allem die Hilfe aus der Bevölkerung war überwältigend. Selbst wir Einsatzkräfte wurden nicht vergessen: viele Leute hatten Kuchen gebacken, Getränke und Lebensmittel organisiert oder gaben einfach nur moralische Unterstützung.

 

Folgende Helfer und Fahrzeuge der Bereitschaft Hersbruck waren im Einsatz:

 

Wolfgang Fürst, Janina Kocher, Helmut Meier, Maximilian Hauptkorn, Philipp Popp, Georg Bock, Bastian Krause

 

RK-NL 63/80/1 MTW Betreuung mit Hänger

RK-NL 63/86/1 LKW Logistik